27.04.23

Die Entwicklung einer Innovation in der Reinigung: Granuline

Überdosierungen verschlingen in der Reinigungsbranche pro Jahr Milliarden von Kosten. Deshalb hat sich Wetrok folgendes Ziel gesetzt: ein Reinigungsmittel zu entwickeln, das nicht überdosierbar ist. In jahrelanger Forschung wurde an einer neuen Reinigungsform getüftelt. Das Ergebnis: Granulat-Körner – abgepackt zu Einzelportionen.

Wetrok Granuline

Der Kern der modernen Reinigung

Die moderne Reinigung ist keine isolierte Tätigkeit, sondern ein ganzheitlicher Prozess. Früher gab es nur einen Anspruch an ein Reinigungsmittel: es muss sauber reinigen. Heute sind die Anforderungen viel komplexer: Kund*innen interessieren sich dafür, wie einfach man das Produkt anwendet, wie sicher es für das Personal ist, wie es transportiert wird, und welchen Einfluss es auf die Umwelt hat. Sie möchten Verantwortung für ihre Mitarbeiter*innen und die Umwelt übernehmen. Mit dem Granulat hat man eine Lösung gefunden, all die genannten Anforderungen besser als mit jedem Flüssigreinigungsmittel zu erfüllen.

Die Entwicklung von Granuline

Am Anfang einer Produktentwicklung steht immer ein Kundenproblem. Hier wurde sich das wohl grösste Problem in der Branche vorgenommen: die Überdosierung. Das Ziel war es, ein Produkt zu entwickeln, bei dem Reinigungskräften die Dosierung komplett abgenommen wird. Das heisst: keine manuelle Dosierhandlung, kein Dosiersystem. Die Ursache der Überdosierung liegt nicht nur im verbreiteten Irrglauben «je mehr Mittel, desto sauberer», sondern oft auch in bescheidenen Mathematikkenntnissen. Viele Reinigungskräfte bereitet das Rechnen beim Dosieren grosse Mühe. Ein Beispiel: lautet die Aufgabe, ein Reinigungsmittel 5%-ig auf einen Liter zu dosieren, sind sich einige Reinigungskräfte bereits unsicher, ob das Reinigungsmittel nun 5% des Liters ausmachen soll oder ob sie die 5% zum Liter dazu addieren müssen. Mit Granuline fallen solche Vorarbeiten bzw. Stolperfallen nun komplett weg.

Die Wetrok Granuline umfasst fünf Granulat-Reiniger für die ökologische Reinigung des gesamten Gebäudes:

Die richtige Form 

Auf den ersten Blick ist Pulver oder eine Tablette in einer auflösbaren Folie naheliegend – kennt man dies doch bereits bestens aus der maschinellen Geschirrreinigung oder der Textilwäsche. Dort unterstützen jedoch heisses Wasser, eine gewisse Einwirkzeit sowie ein automatisches Waschprogramm die Auflösung. Diese unterstützenden Faktoren hat man in der Gebäudereinigung nicht: die Reinigungsessenz muss ohne Einwirkzeit, ohne Rührbewegung und mit kaltem Wasser sofort einsatzbereit sein. Diesbezüglich zeigten Versuche mit Pulver oder einer pulvergepressten Tablette entweder eine ungenügende Auflösung oder eine zu lange Auflösungszeit. Wichtige Lektion: was sich nicht vollständig auflöst, reinigt nicht optimal.

Die Synergie von innovativer Technologie und hochwirksamen Rohstoffen (Patent)

Nach intensiven Recherchen ist man auf eine Analogie in einer anderen Branche gestossen. Im Tunnelbau werden in den Wänden Polymere verbaut. Diese legen sich um die Steine und lösen gewisse, an dieser Stelle nicht gewollte Partikel heraus. Diese halten sie anschliessend in der Schwebe. Wenn das mit dem Herauslösen unliebsamer Partikel im Tunnelbau funktioniert, warum nicht auch mit dem zu entfernenden Schmutz? Das Verfahren nennt sich elektrosterische Stabilisierung und ist eine Kombination der sterischen und elektrostatischen Stabilisierung.

Bei der elektrosterischen Stabilisierung gehts um den ionischen «Charakter» der Verbindungsketten: Ein Ende führt zum Korn, ein Ende zum Wasser. Somit ragen nur Verbindungsenden mit derselben ionischen Ladung (in der Abbildung positiv) ins Wasser – diese stossen sich gegenseitig ab. Durch diese Abstossung wird der Schmutz eine Zeit lang in der Schwebe gehalten und sinkt nicht zurück auf den Boden. Dies kommt dem Reinigungsprozess zugute. Das Zusammenspiel von Ladung und Kettenlänge ergibt Rohstoffe, die Antiredepositionsmittel genannt werden.

Zusätzlich zu dem elektrosterischen Effekt, wurde dem Granulat ein spezieller Rohstoff beigefügt, der die Reinigungsleistung noch verstärkt, weil dank diesem nicht nur emulgierbare, sondern auch kleinste Schmutzpartikel (z.B. Feinstaub) an schwer erreichbaren Stellen gelöst werden können. Der spezielle Rohstoff erniedrigt die Oberflächenspannung extrem und ermöglicht der Reinigungsflotte auch in kleinste Ritzen und Fissuren vorzudringen. Dieser mit tensiometrischer Analytik gemessene Zeit-zu-Wert ist bis heute einmalig – und genau dieser Technologiesprung wurde durch die Patentvergabe für Wetrok Granuline honoriert.

Umweltaspekte von Granuline

Der Umwelt-Vorteil der Granuline liegt in ihrer Form: Granulat. Das Hauptproblem beim Transport ist nämlich, dass weltweit viel zu viel – völlig unnötiges – Wasser transportiert wird, nämlich das Wasser in Flüssigreinigungsmitteln. Durch das Granulat wird das Wasser eliminiert und es wird nur noch der Kernwirkstoff für die Reinigung, das Granulat, transportiert. Anstelle von sechs Lastwagen mit Flüssigchemie benötigt man nur noch einen einzigen Lastwagen mit Granulat. Es müssen auch keine Leergebinde zurückgebracht werden. Was für eine enorme Auswirkung auf die Kosten und den CO2-Ausstoss! Während der Nutzungsphase bedeutet dies eine Reduktion von rund 75 Prozent!

Auch in der Berechnung der Emissionen von Granuline (Cradle-to-Grave Methode) wurde im direkten Vergleich von Granuline zu flüssigen Reinigungsmittelkonzentraten eine um 19 % kleinerer Ausstoss festgestellt (ClimatePartner hat dies bestätigt). Dabei wurden Rohstoffe, Produktion, Ein- und Ausgangslogistik, sowie Verpackung, Entsorgung und Gemeinemissionen berücksichtig. Dies wurde mit dem Label «klimaneutrales Produkt» von ClimatePartner belohnt. Weitere Bestrebungen, die Emissionen noch mehr zu reduzieren sind bereits in der Umsetzung. Emissionen, welche nicht weiter reduziert werden können, werden durch ein anerkanntes Klimaprojekt ausgeglichen.

Dadurch, dass es kein Wasser im Produkt hat, kann mit 100 % auf eine Konservierung verzichtet werden. Dies ist ein wegweisender Beitrag an den Umwelt- und Gewässerschutz. Heute ist nicht bekannt, wie viele Tonnen Flüssigreinigungsmittel weltweit nach der Anwendung mit intaktem Biozid-Anteil weggeschüttet werden.

Die Ressource Wasser wird zusätzlich auch durch die manuelle Schaumreinigungsmethode geschont. Im Vergleich zu der herkömmlichen Eimer-Tuch-Methode, werden zusätzlich um die 90% Wasser eingespart. Nachhaltiges Produkt und nahhaltige Methode gehen Hand in Hand.

Die 7 Umwelt-Vorteile der Wetrok Granuline:

  • klimaneutral
  • sehr gut biologisch abbaubar nach OECD 302 b.
  • nicht konserviert
  • VOC-frei
  • 90 % tieferer Wasserverbrauch (in Verwendung mit der Schaummethode)
  • 9 % geringerer CO2-Ausstoss (vgl. Flüssigreiniger)
  • keine Überdosierungen möglich (vordosierte Beutel)

Gesundheitsaspekte von Granuline

Es sind keine 10-Liter-Kanister mehr in die Lagerregale zu hieven oder mühsam im Objekt herumzuschleppen, sondern nur noch leichte Granulat-Stick. Auch besteht durch den perforierten, einfach zu öffnenden Stick keine Gefahr für einen Hautkontakt mit dem Granulat – selbst wenn man die Handschuhe unerlaubterweise doch einmal vergessen würde.  Auch Lösungsmittel, die viele flüssige Reinigungsmittel enthalten, gibt es beim Granulat nicht – es können also keine gesundheitsgefährdenden Dämpfe in die Atemwege gelangen.

Fazit

Granuline beinhaltet alle wichtigen Anforderungen an ein modernes Reinigungsmittel in Bezug auf Klimaschutz, hohe Reinigungsqualität und sichere Prozesse.

Mehr über die Wetrok Granuline erfahren: www.granuline.com

Anzahl Likes:1

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.

1 Kommentar

Matthias Dürig
Matthias Dürig vor 11 Monaten

Sehr spannendes Produkt!

Anzahl Likes:0

Unsere Plattformpartner teilen ihr Wissen und ihre hochwertigen Produkte auf Hygieneforum.ch - wir stellen unsere Plattformpartner vor.

Zu den Partnerschaften
Notfall
Hygiene Notfall
Notfall
Hygiene Notfall